Ginko (Ginkgo biloba)



"Dieses Baums Blatt, der von Osten

Meinem Garten anvertraut,

Giebt geheimen Sinn zu kosten,

Wie ‘s den Wissenden erbaut.


Ist es Ein lebendig Wesen Das sich in sich selbst getrennt, Sind es zwey die sich erlesen, Dass man sie als eines kennt.


Solche Frage zu erwiedern Fand ich wohl den rechten Sinn; Fühlst du nicht an meinen Liedern Dass ich Eins und doppelt bin?"

(Gedicht von J.W.Goethe: „Ginkgo biloba“,15. September 1815)




Was hat Goethe mit dem Ginko zu tun?

Der Ginkobaum steht als Sinnbild der Freundschaft. Goethe hat dieses Gedicht seiner Liebe Marianne von Willemer gewidment. 1815 schenket er ihr ein Ginkoblatt, als Zeichen seiner Zuneigung, wobei er offen ließ, ob die Begegnung als Einheit oder als zwei voneinander getrennte Wesen in der Begegnung hervorgehen.

Bei genauer Betrachtung eines Ginkoblattes ist zu erkennen, dass die Blätter in zwei Teile aufgefächert sind, die sich zu einer Form zusammenschließen, ohne vollständig ineinander aufzugehen.


Der Ginkobaum auch Elefantenohrbaum, Entenfußbaum, Weltenbaum, Goethebaum genannt, ist über 1500 Jahre alt. Er gilt als heilig in Ostasien. Man findet ihn an buddhistischen Tempelanlagen, er gilt als Symbol der Langlebigkeit, des Glückes, der Hoffnung, der Fuchtbarkeit, der Unbesiegbarkeit und für ein langes Leben.

Der Ginko gilt als harmonisierend, ausgleichend, seine Blätter haben große Heilkraft, sie klären das Denken und helfen sich zu konzentrieren.

In der Medizin ist der Ginko nicht mehr wegzudenken. In der modernen Pflanzenheilkunde werden Ginkgonüsse bei Husten, Asthma und Nervosität verwendet, Ginkgoblätter finden bei Asthma, Bluthochdruck, Ohrensausen und Angina pectoris ihre Anwendung. Allgemein anerkannt ist die durchblutungsfördernde Wirkung.


Woran erinnert diese Balttform?

Yin und Yang, Hell und Dunkel, Sonne und Mond, Männlich und Weiblich, Feuer und Wasser, eine voneinander getrennte Symbiose.





Die Vergangenheit und das Wunder

Als wirkliches Wunder, gilt der Ginko,der bei einem Tempel in Hiroshima steht.

Er ist: "das Wunder von Hiroshima“ Als am 6. August 1945 die Atombombe über Japan sofort 22.000 Menschen tötete (weitere 39.000 starben innerhalb der nächsten 4 Monate, insgesamt starben 70 -130000 Menschen) und das Gebiet vollkommen zerstörte.

Wuchs im dauruffolgendem Jahr, 800 Meter vom Detonationszentrum entfernt ein frischer Trieb aus dem Wurzelstock eines dortigen Ginkgos.





Mit diesem Wunder zeigt uns die Natur, das selbst aus der Asche dieser atomaren Kathastrophe neues Leben entsteht. Der "Weltenbaum" oder "Lebensbaum" wie er liebevoll genannt wird, zeigt mit seiner Kraft und Widerstandsfähigkeit, dass er aller globalen Klimakatastrophen und M


enschen gemachten Handelns trotzt.

Es zeigt uns, dass das Licht der Hoffnung durch unser aller Handeln bestimmt wird.


Danke für dieses wundervolle Geschenk!







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